Das Potenzial des Klavierspiels

Nach 300 Jahren bietet uns heute das Klavier seine Dienste in den unterschiedlichsten Facetten:

  • Am Konzertflügel erleben wir die rauschende Sinnlichkeit musikalischer Höchstleistung live präsentiert von den besten Pianistinnen und Pianisten.
  • Das Schulklavier begleitet uns auf unserem Weg als Klavierschüler im direkten Dialog mit den Klavierpädagogen.
  • An meinem Piano zuhause kann ich mich abends wunderbar harmonisieren und morgens auf den Tag einstimmen.
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Das Klavier ist Kultur

Das Klavier ist als Instrument Musikkultur. Die Klaviermusik beeinflusste die klassische Musik. Das Klavierspiel selbst ist Bewegungskultur, die sich von der Fingerfertigkeit zum köperbetonten Spiel entwickelt hat. All diese kulturellen Leistungen wurden wesentlich aus unserem Kulturraum beeinflusst. Das Klavierspiel ist somit Teil unserer Kultur. Was aber ist eigentlich Kultur?

Zum Seitenanfang Keine menschliche Entwicklung ohne Kultur!

Kultur und Evolution

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Lern-Kultur

Evolution bedeutet Entwicklung. Ebenso ist Kultur Entwicklung und zwar eine Entwicklung nicht innerhalb einer Generation sondern über Generationen hinweg. Das so genannte Transgenerationale Lernen bedeutet konkret, dass das Wissen und Können einer Generation durch Vorbilder, Vorleben und Vermittlung der nachfolgenden Generation übergegeben wird. So wird sichergestellt, dass nicht jede Generation bereits Bekanntes wiederholt erfinden muss. Die nachfolgende Generation kann auf der Basis des bereits erreichten Wissens und Könnens die nächste Stufe der kulturellen Entwicklung anstreben. Die Lern-Kultur verbindet die Generationen innerhalb der gesellschaftlichen Entwicklung.

Zum Thema Lernen mit einem guten Gefühl verbinden

Musizieren als Lern-Modell

Musik zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf dem direkten Weg unsere Stimmung beeinflusst. Beim Hören von Musik sind immer unsere Emotionen beteiligt. Daher fällt es uns so leicht, neue Lieder zu lernen. Das Musizieren könnte ein Modell für leichteres Lernen sein, da es uns einen positiven Bezug zum Lernen vermittelt. Von den Hirnforschern erfahren wir ganz aktuell, dass Lernen lebenslang möglich ist. Denn unser Gehirn ist imstande, sich entsprechend der jeweiligen Nutzung immer neu zu strukturieren. Die Produktion neuer Zellen hört nicht von alleine auf. Sie wird mangels Nutzung eingestellt. Lernen ist bis ins hohe Alter möglich. Um ein Leben lang lern-willig zu bleiben, ist es sinnvoll, das Lernen nachhaltig positiv zu prägen. Diese wichtige Aufgabe könnte ganz spielerisch das Musizieren übernehmen.

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Das Piano begleitet uns

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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Wir wissen heute, dass der Mensch bereits vorgeburtlich lernt. Unsere Grundbedürfnisse an die Welt entstehen während der 9 Monate vor der Geburt. Die Gewohnheit ist dabei keine Eigenschaft, die erst den reifen Menschen auszeichnet. Gewohnheiten bilden wir bereits vorgeburtlich aus und leiten daraus die allgemeine Regel ab, dass etwas gefälligst so zu bleiben habe, wenn wir uns erst einmal daran gewöhnt haben. Im Anspruch auf diese Lebensregel sind wir in jedem Alter sehr eigen.

Zum Thema Gehirnentwicklung als Folge von Kommunikation

Das Gehirn ist ein soziales Organ

Konkret geht es darum, dass wir 9 Monate mit der Mutter eng verbunden waren. Daraus leiten wir ganz selbstverständlich den Wunsch ab, nach der Geburt mit unserer Umwelt verbunden zu bleiben. Dieses Grundbedürfnis verrät uns, dass wir Menschen entwicklungsbedingt auf Gemeinschaft und Zusammenarbeit ausgerichtet sind.

Zum Thema Entwicklung ist eine Grunderfahrung und daher ein Grundbedürfnis

Entwicklungsauftrag

Gleichzeitig konnten wir uns während der Schwangerschaft täglich entwickeln. Also erwarten wir vom Leben, dass wir uns weiterhin entwickeln können. In diesem Sinn machen wir uns immer wieder auf die Suche nach Herausforderungen, die uns angemessene Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Damit schenkt uns die Natur einen Schatz, der sich nicht auf die Kindheit beschränkt. Aber Entwicklung braucht Raum und ein positives Klima in der Gesellschaft. Wie wir anhand der Entwicklung des Klaviers sehen werden, sind die dafür optimalen Bedingungen bislang eher zufällige und nur kurz geöffnete Zeitfenster.

Zum Thema Gegensätze wirken anziehen

Leben ist spannend!

Wie der Neurologe Gerald Hüther berichtet, sind Verbundenheit und Entwicklung ein Paar von Gegensätzen. Daraus ergibt sich ein Spannungsfeld, das uns lebenslang begleitet. Für den zwischenmenschlichen Bereich schlägt Hüther die Liebe sowie eine Kultur der gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung als Lösung vor. Denn nur die Liebe ermöglicht es, dass man gleichzeitig an der Entwicklung seines Gegenübers interessiert ist, und dennoch mit ihm verbunden bleiben will. Gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung sind die Grundlagen für die gemeinsame Entwicklung.

Zum Thema Vielfältige positive Begleiterscheinungen

Mehr als Ent-Spannung

Die Musik und hier vor allem das Klavierspiel kommen uns in dem Bemühen um eine konstruktive Lösung des psychologischen Spannungsfeldes zur Hilfe. Denn das Klavierspiel ermöglicht uns gleichzeitig die Vertiefung unserer kulturellen Verbundenheit sowie die Entwicklung unserer Persönlichkeit, indem wir uns immer wieder den Herausforderungen des Lernens stellen.

Zum Thema Zukunftstauglichkeit bedeutet Lernfähigkeit

Lebensqualität und Lernfähigkeit

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Das Belohnungszentrum

Nun werden Sie vielleicht als bereits älterer Mensch einwenden, dass die Entwicklung ja auch einmal abgeschlossen ist. Da muss ich Ihnen in Ihrem eigenen Interesse vehement widersprechen! Wir wissen heute von der Hirnforschung, dass durch Neulernen lebenslang das für unsere Lebendigkeit zuständige Transmittersystem Dopamin trainiert werden kann. Dopamin ist ein komplexer Botenstoff, der von unserem Belohnungszentrum zum Beispiel als Folge eines erfolgreichen Lernversuchs ausgeschüttet wird. Die Belohnung soll uns motivieren, das Gelernte zu wiederholen, um es so zu festigen. Gleichzeitig bewirkt Dopamin, dass die nachfolgenden Zellen neue Proteine für den Lernprozess bilden, damit die unmittelbar beteiligten Synapsen als Verbindungsstellen zwischen den Nervenbahnen verstärkt bzw. neu gebildet werden können. Die Verstärkung dieser Verbindungsstellen bewirkt, dass die ankommenden Informationen schneller die Schnittstellen passieren können. Das Gelernte wird somit immer leichter abrufbar.

Zur Lebensqualität Ist Genuss ein Konstruktionsfehler der Natur?
Genuss wird belohnt!

Über Parkinson- und Alzheimer-Patienten wissen wir, dass diese lange vor Ausbruch der Krankheit auf alles verzichtet haben, was dem Leben Genuss verschafft. Zur Erinnerung: Dopamin ist ein Botenstoff, der von unserem Belohnungszentrum produziert wird. Eine Belohnung gibt es auch, wenn wir uns etwas Schönes gönnen, das mit Genuss verbunden ist!

Zur Lebensqualität Ist lebenslanges Lernen lebensnotwendig?
Lebensqualität ist kein Zufall

Das Einstellen von Lernen und Entwicklung entspricht einer Nicht-Benutzung des aktivierenden Botenstoffs und führt dazu, dass die Produktion und Verteilung von Dopamin nachlässt. Die verminderte Verfügbarkeit von Dopamin verursacht zum Beispiel die Krankheit Parkinson. Lernen und Entwicklung sichern demnach im Alter die Eigenständigkeit als Basis der Lebensqualität! Nur dann tritt nämlich der Fall ein, dass wir die längere Lebenszeit als einen Glücksfall erleben, der eben kein Zufall ist.

Zur Lebensqualität Erfolg kann auch einfach gehen
Der leichte Weg zum Erfolg

Zum Beispiel Klavier spielen mit Genuss fördert demnach in mehrfacher Hinsicht unsere Lebensqualität:

  1. Genuss verleiht der Gegenwart einen emotionalen Mehr-Wert.
  2. Nebenbei trainiert genuss-orientiertes Klavier spielen das für unsere Gesundheit wichtige Transmittersystem Dopamin.

Um geistig fit zu bleiben, gibt es offensichtlich einen leichten und angenehmen Weg. Wenn wir jetzt auch noch entdecken, dass Lernen Spaß machen kann und vielleicht auch noch leicht ist, dann...

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